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Selbstverteidigung Kampfsport, Kampfkunst, Erding, Rosenheim , Wing Tsun, Kung Fu, Kampf

Herbert Ringling besteht die Prüfung zum 1. Lehrergrad

hier seine Worte zum Wing / Tsun

Herbert1

Mein Weg zum Wing / Tsun

 

Von Herbert Ringling

Ich bin 36 Jahre alt und seit 10 Jahren Mitglied bei Sifu Erwin Kastl.

Diesen Schritt habe ich nie bereut, da ich gerne trainiere unter Sifu´s Anleitung. Leider komme ich erst jetzt dazu, meinen ersten Technikergrad zu machen. Durch Verletzungen, Berufswechsel und der Geburt meiner beiden Kinder, musste ich immer wieder größere Trainingszwangspausen einlegen. Obwohl mein Kämpferherz durch diese Umstände sehr gelitten hat, wird mich nichts davon abhalten, meinen Weg im Wing / Tsun weiter zu gehen!  Er ist für mich unter anderem auch ein Weg zu menschlicher Reife.

Es gibt meiner Meinung nach nichts vergleichbares, das ich mit meinen Idealen von Selbstverteidigung und Kampfkunst vereinbaren kann. Es beinhaltet sämtliche Kampfsituationen wie Faustschläge, Fußtritte, Würfe, Würgen, Hebeln und Bodenkampf bis hin zu Messer-, Stockangriffen und Gegenständen.

 

Warum ich die Kampfkunst des Wing / Tsun erlernen wollte und wie ich dazu kam.

Meinen ersten Kontakt mit den Kampfkünsten bzw. mit den Budosportarten, hatte ich mit ca. 17 Jahren. In meiner Lehrzeit traf ich mit einem Kollegen zusammen der schon einige Jahre Kickboxen trainierte von ihm ließ ich mich zu einem Probetraining überreden. Das kam mir sehr gelegen. Den Kontakt zu meinen alten sogenannten Freunden, durch die ich beinahe auf die schiefe Bahn geraten wäre, hatte ich schon vor etwa einem Jahr abgebrochen weil ich noch rechtzeitig erkannte, dass sie wahre Werte missachteten. Durch die negativen Einflüsse meines damaligen Bekanntenkreises, habe ich viele wertvolle Erfahrungen gesammelt, die mich in meinem weiterem Leben prägten. Dadurch ist mir sehr früh bewusst geworden was im Leben wirklich zählt. Mit meinen damals 16 Jahren war ich schon viel reifer als meine Altersgenossen. Diese Erfahrungen haben mich den kritischen Blickwinkel gelehrt alles von zwei Seiten zu sehen, den ich mir bis heute bewarte. In diesem Jahr habe ich aus Gewindestangen und großen Beilagscheiben Hanteln gebastelt und meine ersten Versuche gestartet Krafttraining sowie Laufen zu beginnen. Damals steckte alles noch in den Kinderschuhen, aber ich hatte schon kleinere Fortschritte gemacht.

Durch das Kickboxen das mir viel Freude bereitete, wurde mein Ergeitz und mein Wille gestärkt, schneller ,härter und besser zu werden. Es schulte meine Beweglichkeit und Ausdauer. Jedoch merkte ich bald, dass ich schwereren und kräftigeren Gegnern unterlegen war, die über das Gleiche technische Repertoire verfügten. An Wettkämpfen nahm ich leider niemals teil. Das lag daran, das in meiner Gewichtsklasse viel erfahrenere aktive Sportler waren. Diese Tatsache empfand ich nicht so tragisch, da mir mehr daran lag fit zu sein und mich in unvermeidbaren Konfrontationen verteidigen zu können.

Mein Tagesablauf gestaltete sich wie folgt: arbeiten, trainieren, essen und schlafen.

In meiner Kochlehre die ich in München machte hatte ich oft Teildienst, somit Nachmittags  2 Stunden Pause. Die ich meistens am Viktualienmarkt und im Buchladen Hugendubel verbrachte. Im Buchladen stöberte ich hauptsächlich in der Abteilung Sport, Bücher über Kampfsport, Ausdauer, Konditionstraining und Muskelaufbau waren das Ziel meiner Begierde. Im laufe der Zeit kamen die östlichen Philosophien einschließlich Yoga dazu.

Von den Büchern die ich mir kaufte, verstaubt jetzt ein großer Teil im Speicher!

Mit meinem Arbeitskollegen trainierte ich auch oft außerhalb des Trainings, bei ihm in München oder bei mir im Speicher, wo ich bis heute noch trainiere.

Wir trainierten hart und schmerzvoll, nach dem Spruch: Ein Kämpferherz steckt eine ein und teilt fünf aus!

Immer auf der suche nach neuem Infomaterial, machte mich mein Kumpel auf einen Kung Fu Laden am Rotkreuzplatz aufmerksam, ein kleiner Laden auf den ersten Blick nichts besonderes. Das übliche das sich auch aus jeder Budozeitschrift schicken ließe. Außer ein paar ausgefallene Messer und die besten Wurfsterne die ich je gesehen hatte, das Stück bis zu 50 Mark. Und ein unscheinbares Regal neben der Kasse mit ca. insgesamt 25-30 Büchern.

Zwei fielen mir so fort auf , sie hoben sich von den anderen magisch ab, sie waren schwarz gebunden. VOM ZWEIKAMPF von Keith Ronald Kernspecht, KRAFTTRAINING FÜR KUNG FU UND KARATE von Eberhard Schneider.

Nach kurzem hinein lesen war ich vollauf begeistert und kauft beide. Ich gestehe, dass mein vorrangiges Interesse dem Buch von Eberhard Schneider galt, das ich sobald ich Zeit hatte förmlich verschlang.

Die Einfachheit der Worte, das große Gesamtfeld des Fachwissens und die klaren Zusammenhänge ließen mich bald ein neues Krafttrainingsprogramm, das ich so gut ich konnte nach meinen Möglichkeiten auf meine Person zusammenstellte.

Es lief gut, ich machte große Fortschritte an Kraft und Masse. In meinen Regenerationsphasen wittmete ich mich nun dem Buch vom Zweikampf, es war erstaunlich auch dieses fesselte mich von der ersten bis zur letzten Seite. Ich hatte gefunden nach dem ich all die Zeit gesucht hatte. In den nächsten Monaten versuchte ich die Prinzipien und Konzepte auf das Kickboxen zu übertragen. Doch dies befriedigte mich nicht, es gab ja noch viel mehr Möglichkeiten Situationen, Distanzen und so weiter. Ich wollte mehr wissen und trainieren. Doch dies gestaltete sich zu Anfang schwieriger als ich dachte. Zu mal ich noch nie etwas von einer Wing / Tsun Schule gehört oder gelesen hatte. So beschloss ich mir die Bibel des Wing Tsuns`s , das Wing Tsun Kuen direkt im Wu Shu – Verlag zu bestellen. Bei dieser Gelegenheit fragte ich nach Schulen in meiner näheren Umgebung. Soweit ich mich erinnere waren dies die Schulen in Marzling bei Freising und München Berg am Laim. Meine erste Anlaufstelle war Marzling, als ich da ankam fand ich weder eine Schule noch irgendeinen Hinweis danach, ich kehrte enttäuscht zurück. Da ich nicht mehr in München arbeitete sondern in Erding als Zimmerer, kam ich nur noch selten ins Kickboxen. Da mich die schwere Arbeit anfangs sehr auslaugte, die Zeiten und Anreise knapp bemessen waren.

So trainierte ich ab und an mit Freunden, aber hauptsächlich alleine am Sandsack und mit Gewichten.

Bis ich mich mit einem Bekannten über Wing / Tsun unterhielt, auch er war überzeugt davon, dass dies die effektivste Art der Selbstverteidigung sei. So beschlossen wir gemeinsam nach München zu fahren, um ein Probetraining zu absolvieren. Ich war beeindruckt von der Art zu trainieren, ich hätte auch einen Vertrag unterschrieben wenn ich mich nicht mit meinem Bekannten in die Haare bekommen hätte. Nach fünfmaligem besuchen der Schule konnte ich nicht mehr mit ihm im selben Verein trainieren. So war mein Traum vom Wing / Tsun wieder in weite ferne gerückt.

Es vergingen einige Jahre, als ich wieder einmal umgezogen war, und im darauf folgendem Frühjahr auf meinen Balkon saß, sah ich auf Nachbars Wäscheleine schwarze Wing / Tsun Kleidung. Das schlug bei mir ein wie ein Blitz, ich begann sofort mit Nachforschungen. JA, es gab nun eine Wing / Tsun Schule in Erding. Am darauf folgendem Mittwoch fuhr ich in die Tanzschule nach Altenerding , sah mir alles kurz an und kam der Auforderung nach, bei einem Probetraining mit zu machen.

Ich musste nicht großartig überlegen, denn ich wusste was ich wollte, so unterschrieb ich den Vertrag im nächsten Training. Seitdem trainiere ich mit wachsender Begeisterung bei meinem Sifu, Erwin Kastl Wing / Tsun, leider nicht mit der Regelmäßigkeit die ich mir gewünscht hätte.

 

 

Da ich meine Begeisterung für Wing / Tsun schon laut genug verkündet habe. Möchte ich noch meine Erfahrungen, das Wissen das ich im lauf der Jahre durch Training und Philosophie erlangt habe, weiter geben. An dieser Stelle möchte ich den griechischen Denker und Philosophen Sokrates zitieren: Ich weiß, dass ich nichts weiß!

In dem Wort Kampfkunst steckt das Wort Kampf . Dessen Bedeutung ist, seitdem der Mensch begonnen hat aufrecht zu gehen; „lösen von Konflikten“. Kampf heißt töten. Wie kann ein menschliches Wesen soweit gehen ein anderes menschliches Wesen zu töten? Es ist unsere Aufgabe, einander zu lieben, nicht zu töten. Nach den Lehren der Philosophie ist allumfassende Liebe die größte Kraft ,das größte Gut auf Erden! Es ist ein abscheulicher Gedanke, dass jemand nichts weiter im Sinn hätte, als zu kämpfen und zu siegen. Wir sind moralische Wesen, wir dürfen uns nicht auf das Niveau der Tiere begeben. Was nützt es, wenn einer ein tüchtiger Kämpfer wird und dabei seine menschliche Würde verliert? Das Ideal besteht darin, Sieger ohne Kampf zu sein.

Mein weiteres Bestreben währe es noch die Kunst des Heilens zu erlernen. Da auch viele hochgradige Kampfkunstexperten praktizierende Ärzte oder Naturheilkundler sind. Das würde nach dem Prinzip von Yin und Yang, die Peripherie des Kreises schließen.   

 

Zum Schluss: 

               Aus dem Tao entstand Eins.

               Aus Eins entstand Zwei.

               Aus Zwei entstand Drei.

               Aus Drei entstanden die zehntausend Dinge.

               Die zehntausend Dinge tragen in sich Yin und

               umfangen Yang. Sie erlangen Einklang, wenn

               sie diese Kräfte miteinander verbinden.

                             TAO-TE CHING (LAO-TSE) 

Johannes Kranzmair besteht die Prüfung zum 1. Lehrergrad

hier seine Worte zum Wing / Tsun

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Mein Weg zum Wing Tsun

Zu meiner Person

 

Mein Name ist Johannes Kranzmayr ich bin 23 Jahre alt und betreibe jetzt seit 5 Jahren Wing Tsun

Filme und DVDs waren mein erster Ansporn

ich habe in meiner Jugend immer gerne Kung Fu Filme geschaut wie z.B. Chacky Chan, Bruce Lee, Doonie Jen usw.

Diese Filme haben mich Wing Tsun ein Stück näher gebracht, da mich diese Filme sehr begeisterten. Mein Lieblingsfilm in den letzten Jahren war Ip Man, in dem es um die Geschichte von dem Großmeister des Wing Tsun geht.

Mein erster Kontakt mit Wing Tsun

Angefangen hat alles damit, dass ein Freund mich anrief und mich fragte ob ich Lust hätte auf ein Probetraining bei Wing Tsun. Mein Freund sah einen Flyer in Dorfen, dass eine Wing Tsun Schule geöffnet wird. Und weil ich an diesen Tag nichts vorhatte sagte ich ja.

Am selben Tag fuhren wir ins Training nach Oberlohe bei Dorfen in die Wing Tsun Schule, die Lehrer Jochen Kopetzky (ein Schüler von Erwin Kastl) eröffnet hatte. Wir begannen mit einer Form, der sogenannten Siu Nim Tao, die viele Grundstellungen und Bewegungen verkörpert. Danach zeigte Jochen uns die Verteidigung aus dem Zaun, wobei man lernt sich gegen viele Angriffe die ein normaler Straßenschläger einsetzt abzuwehren, oder auszuweichen. Sihing Jochen Kopetzky sagte zu mir dass ich ihn zur Demonstration schlagen solle. Ich startete mit einem rechten Schwinger, und zack so schnell konnte ich gar nicht schauen, lag ich auf der Matte.

Als ich am Boden lag musste ich lachen, weil ich nicht begreifen konnte wie er das gemacht hat und ich fragte ihn, wie ging das jetzt .Er antwortete: ,,Jahre langes Training in Wing Tsun“. Seit diesem Tag habe ich beschlossen, dass ich das auch lernen möchte und nun wurde ich Schüler bei Jochen Kopetsky. Meine ersten Schülergrade habe ich in Dorfen absolviert: Schülergrad 1 - 6 .

 

Mein Erstes Treffen mit Sifu Erwin L. Kastl

 

Da mein Erster Trainer Sifu Jochen Kopetzky wegen familiären Gründen umziehen musste, habe ich beschlossen, die Schule in Erding bei Sifu Erwin L . Kastl zu besuchen. Da mich das Training bei Sihing Jochen Kopetzky sehr beeindruckt hatte wollte ich weiter mit WT machen und auch kommen.

Nun setzte ich mein Training bei Erwin fort, um mehrer und bessere Techniken zu erlernen und das mit großem Ehrgeiz.

Wing Tsun begeistert mich, da man viele Leute kennen lernt und viele Freundschaften schließt. Das Training untereinander macht großen Spaß, weil hier jeder jeden was beibringt und alle zusammen halten.

Was mich schwer in den Bann gezogen hat ist Chi Sao, die sogenannten klebenden Hände. Bei dieser Übung geht es darum, einen unkontrollierten Kampf zu simulieren. Das Ziel bei der Chi Sao Übung ist es, an den gegnerischen Armen praktisch zu kleben, um so jeden denkbaren Angriff an sich selbst vorbeizuleiten und so seine Bewegungen mühelos und automatisch zu kontern. Sobald man dann ausser Gefahr ist, kann man einen für Untrainierte praktisch nicht abzuwehrenden Gegenangriff führen und den Kampf geenden.

Aber die überlebenswichtigste Technik ist die Fallschule, die Erwin seit einiger Zeit unterrichtet. Bei dieser erlernt man, sich im Fall eines Sturzes oder Unfalles so zu bewegen, zu fallen und zu rollen, dass man sich verletzt. Damit man im Ernstfall z.B. bei einem Fahrradsturz oder Skiunfall mit seinem Körper Heil davon kommt.

Was mir auch sehr gut gefallen hat war der Lehrgang mit Sifu Dr. Almeria, auf dem er uns zeigte, wo die Stellen des menschlichen Körpers sind,  auf die man mit seinen Schlägen zielen muss, um einen sicheren, schnellen und verletzungsfreien K. O. Schlag zu bewirken.

 

Weitergehende Erklärung von Sifu Erwin L. Kastl. Zur Unterscheidung des Originaltextes sind alle Anmerkungen in kursiv: Obwohl dies bereits als Teil seines Wing / Tsun und Freistil unterrichtet wurde, war es doch toll, die Feinheiten und auch mehrere praktische Vorführungen mit K. O. Schlägen von einem echten Meister dieser Kunst zu sehen. Sifu Dr. Almeria ist 8. Dan im Kyusho Jitsu und Arzt für Akkupunktur und Kräuterheilkunde. Diese Medizin hat er in Japan und China studiert.

Kyusho Jitsu ist die japanische Übersetzung des Begriffes Dim Mak. Das Wort Dim-Mak ist die kantonesische Schreibweise für das Wort Dianxue: Dian = mit dem Finger zeigen oder drücken, Xue = Nervenpunkt bzw. Energiepunkte. So können auch schwächere oder ältere Personen ihren Gegner besiegen. Eine sinngemäße Übersetzung ist auch Sekundenkampf. Den Angreifer in einer Sekunde besiegen.

Dim-Mak ist eine innere Kampfkunst, bei der der Gegner durch das Schlagen auf Energiepunkte (Schmerzpunkte, Lähmungspunkte) aus Gefecht gesetzt oder sogar getötet wird. Ein Schlag auf einen der Energiepunkte - und der Sieg ist errungen. Dies ist naturgemäß auch eine Quelle für viele Legenden. Wirkliche Könner in dieser Kampfkunst sind selten. Das liegt natürlich auch daran, dass das praktische Ausprobieren der Wirkung von Schlägen nur sehr vorsichtig geübt werden kann. Man bleibt bei der Schlagkraft immer an der Untergrenze, wo überhaupt noch ein Effekt erzielt wird. Das ist auf den Videos des Lehrgangs von Dr. Almeria deutlich zu erkennen. Diese Videoist nur für Schüler von Erwin Kastl erhältlich. Das betrifft natürlich nicht andere Seite des Dim-Mak: die Heiltechniken. Diese sind unter dem Begriff Akkupressur auch im Westen bekannt.

Dim-Mak war lange Zeit ein geheimes Wissen: Das Wissen um die tödlichen Energiepunkte wurde nur ausgewählten Schülern weitergeben, oft nur innerhalb der Familie. Es ist auch nicht so, dass für Dim-Mak das Wissen um den Sitz eines Energiepunktes ausreicht, der Erfolg ist viel mehr abhängig, von der Art des Schlages auf die Energiepunkte, von der Kombination mehrerer Punkte oder auch von Einflüssen wie dem Angriffswinkel. Und wirklich gefährliche Techniken können heute auch nicht mehr angewendet werden, da man sonst ja jemand verletzt würde.

Eine genaue Kenntnis der Anatomie des Menschen, der Lage seiner Meridiane und Energiepunkte ist die traditionell Grundlage für diese Kampfkunst. Tatsächlich genügt es aber, zu wissen, welche Stelle am Körper man mit welcher Handstellung und welchem Winkel zu treffen hat. Die meisten Experten sind hier recht zurückhaltend mit Ihrem Wissen und zeigen erst nach langer Ausbildungszeit die wirklich interessanten und kampfbeendenn Techniken. Da aber unser Lehrer, Sifu Erwin Kastl, viele der besten K.O. Techniken bereits kannte und auch ganz normal an alle unterrichtete, hat Sifu Dr. Almeria darauf aufgebaut und uns wirklich gleich die besten und wirksamsten Techniken gezeigt. 

Die Energiepunkte: Die Energiepunkte sind identisch oder verwandt mit Akupunktur-Punkten, Körper-Punkte. Ein Meister im Dim-Mak kann die Schäden, die er über die Energiepunkte angerichtet hat, durch die gezielte Massage von Energiepunkten wieder rückgängig machen - außer bei Todesfällen natürlich. Auch Krankheiten und Beschwerden können mit den Dim Mak Fähigkeiten behandelt werden.

Die Herkunft von Dim-Mak: Der Ursprung der Energiepunkte-Kampfkunst liegt in der Akupressur. In der Akupressur werden die Energiepunkte nicht mit Nadeln stimuliert (wie in der Akupunktur) sondern mit den Händen. Es ist also eine Heilkunst durch eine drücken oder massieren mit den Händen. Mit unterschiedlicher Druckkraft können unterschiedliche Wirkungen erzielt werden. Hier kann mein heilen oder schaden.Es ist klar, dass ein Experte dieser Heilkunst, der eine Selbstverteidegung trainiert, dann auch diese Kenntnisse mit einsetzt. Vielleicht hat er es auch seinem Lehrer verraten. Dieser teilte dann dieses Wissen als sein Geheimnis nur mit seinem Nachfolger oder Lieblingschüler. Wir können froh sein, dass dies heute nicht mehr so ist, zumindest bei uns.

Zum Dim Mak (Kyusho Jitsu) gehört auch das Schlagen mit der Explosivkraft Fa Jing, das in den Formen des Wing / Tsun und Freistil gelehrt wird. 

 

Was ist Wing Tsun

Wing Tsun ist kein Wettkampfsport, sondern auf die Selbstverteidigung spezialisiert. Mein Kung Fu Bruder Emil, der als Bodygurd für einen Milliadär in Frankreich arbeitet, sagt zu seinen Kollegen immer: Wing Tsun ist für den Krieg. Mit einem Schlag den Angreifer final ausschalten. Obwohl das oft hochtrainierte Kampfsportexperten und erfahrene Soldaten sind, die bereits im Einsatz waren, hat keiner eine Chance gegen ihn. Normale Kampfsportarten wie Judo, Kickboxen oder Boxen sind für den sportlichen Wettkampf, unser WT ist kompromißlose Selbstverteidigung.

Der Legende nach von einer Frau erfunden, bedarf es nicht Kraft oder Akrobatik, um den Gegner zu besiegen, vielmehr nutzt man die Kraft des Angreifers und lenkt sie gegen ihn.

Im Mittelpunkt steht eine einmalige und facettenreiche Technik, die nur durch konzentriertes Üben und bewusstes Sich-Einlassen erlernt werden kann. Fließende Bewegungen und plötzliche Schnelligkeit gehen in einem systematischen und koordinierten Bewegungsablauf ineinander über. Sie verschmelzen zu einer neuen und kraftvollen Einheit. Das systematische Erlernen von Wing Tsun verbessert die Gesundheit, steigert die körperliche und geistige Flexibilität und fördert die Wahrnehmungsfähigkeit.

 

Hier ein WT Stammbaum

http://www.wingtsun.de/images/stammbaum_gr.gif

Unser Platz an diesem Stammbaum folgt dem Zweig: Yip Man – Leung Ting – K. R. Kernspecht – Erwin L Kastl – du. Da Erwin L. Kastl von Sigung Kernspecht offiziell mit Urkunde zum Sifu ernannt wurde, haben seine Schüler einen authentischen Platz im Stammbaum. Der Titel Sifu ist gesetzlich nicht geschützt, so dass viele Lehrer sich diesen Titel selbst verleihen. Dabei beziehen sie sich auf die Bedeutung des Wortes Sifu, das man mit väterlicher Lehrer übersetzt und durchaus auch als Berufbezeichnung für einen Kung-Fu Lehrer dienen kann.  Von Sigung K. R. Kernspecht stammt aber die Aussage, dass nur ein von Ihm oder Leung Ting ernannter Sifu eine eigene Generation von echten Wing Tsun Schülern hervorbringen kann.

 

 

 

Der Unterschied zwischen anderen Kampfsport und Kampfkunstarten

 

In Wing Tsun Braucht man nicht unbedingt Kraft und viele Techniken, wie Erwin immer sagt: WENIGER IST MEHR.

 

In Wing Tsun kämpft man nach folgenden Prinzipien.

Hier gibt es oft Missverständnisse und veraltete Interpretationen. Sigung K. R. Kernspecht, der Lehrer von unserem Sifu hat in den 80 Jahren des Letzten Jahrhunderts in dem Buch: „Vom Zweikampf“ vier Konzepte, nach seinem damaligen Verständnis, formuliert. Dabei hat er die traditionellen Prinzipen etwas modifiziert, so wie es eben seinem damaligen Verständnis entprach. Seine aktuelle Interpretation der Prinzipien hat sich durch über 20 Jahre mehr an Training verändert. In unserem Wing / Tsun und Freistil nach Sifu Erwin L Kastl, das Elemente des Dim Mak (=Kyusho Jitsu) und des Pantukan (Phillipinsches Kickboxen) enthält, arbeiten wir noch etwas anders. 

Hier zuerst die alten Prinzipien von 1980

1. Prinzip: Ist der Weg frei, Stoß vor!Mit diesem Prinzip kann der Angegriffene das Kampfgeschehen von Anfang an "in der Hand behalten": Der WT-Kämpfer reagiert auf feindseliges Überschreiten der Sicherheitsdistanz mit der sog. Universallösung. Dabei spielt die Art und Weise des gegnerischen Angriffs keine grundsätzliche Rolle.

 

2. Prinzip: Wenn der Weg nicht frei ist, bleib kleben! Falls der Angreifer das Vorstoßen des WT-Kämpfers behindern kann, klebt der WT-Kämpfer an der gegnerischen Abwehr.

 

3. Prinzip: Wenn die Kraft des Gegners größer ist, gib nach! Aufgrund von Druckverhältnissen kommt es zu "taktilen" Reflexen (Chi-Sao-Reflexe). Diese passiven, direkt durch den Gegner bestimmten ("maßgeschneiderten") Abwehrreflexe lassen die Angriffsenergie ins Leere laufen. WT ist ein weicher Stil!

 

4. Prinzip: Zieht der Gegner sich zurück, folge! Aufgrund des ständigen Vorwärtsdruckes dringt man sofort und automatisch wie Wasser in jede sich ergebende Lücke. So ist das 4. Prinzip die Konsequenz des Vorwärtsdruckes.

Während man sich die Fähigkeiten zur Realisierung des 2. und 3. Prinzips im Chi-Sao-Training ("klebende Hände") aneignet, übt man das Zusammenspiel aller 4 Prinzipien im Lat-Sao (Freikampf). Das Bewegungsrepertoire erhält man aus den WT-Formen. Der Bewegungsreichtum, den man im WT vorfindet, wird durch die WT-Prinzipien und bestimmte Bewegungsmuster kaum eingeschränkt. Der Selbstverwirklichung und der individuellen Interpretation (des fortgeschrittenen WT-Anwenders) sind kaum Grenzen gesetzt.

 

Sigung K.R. Kernspecht beschreibt jetzt (Anfang 2014) nur noch drei Konzepte:

„Kommst Du zu mir : begrüß‘ ich Dich;
gehst Du nach Haus' : begleit‘ ich Dich;
verlier ich Dich: dann treff‘ ich Dich!“

Etwas verständlicher ist die Umschreibung von Erwin Kastl : Begleite was kommt. Folge dem, was geht. Stoss zu , wenn der Weg frei ist (oder wird).

 

Die Konzepte im Wing / Tsun und Freistil sind eng mit diesen verwandt.

Wir haben: Stoss zu. Begleite was kommt (an unserem Kopf vorbei!). Versteck dich falls nötig.     

Um die Umsetzung im Kampf deutlich zu machen, gehten wir aber genauer auf die unterschiedliche Rolle der beiden Arme des Verteidigers ein. Überschreitet der Angreifer die Sicherheitsentfernung von ca 1,5 seiner Armlängen oder setzt zum Angriff an, greifen wir mit einer diagonalen Bewegung (Fak Sao), die uns vor gradlinigen Angriffen schützt, selber an. Treffen wir, haben wir einen ersten Effekt und setzten, falls nötig, mit Folgetechniken nach. Treffen wir auf einen gegnerischen Angriff leiten wir diesen nach dem Drehtür Kozept ab. Beim Drehtürprinzip bin ich selbst die Achse einer Drehtüre, die sich aber noch zur Seite bewegen kann, und leite so alle Angriffe an mir vorbei .Treffen wir auf eine Abwehr, räumen wir diese blitzartig beiseite. Diese Technik nennt man die Napoleon Methode (Man beginnt mit einem Angriff auf wichtige Ziele). Der andere Arm schützt uns vor runden Angriffen von aussen. Gleichseitige runde Angriffe (d. h. mein linker Arm wehrt seinen rechten ab) können wir nach dem Drehtürprinzip weich aufnehmen.  Bei diagonalen runden Angriffen (mein linker Arm gegen seinen rechten) wäre das sehr schwer und der Erfolg ungewiss, deshalb verstecken wir uns hinter mit Bela Lugosi Technik aus dem Pencak Silat hinter unserem eigenen Arm (harter Block) und schützen so unseren Kopf zuverlässig.  Dieses verstecken ist die Weiterführung eines harten Blockes, der so ähnlich in der Biu Tze Form vorkommt.  

 

Sinn einer Holzpuppe

http://holzpuppe.co/sinn-der-holzpuppe/

 

Bruce Lee und Wing Tsun

Bruce Lee hat ca. 3 Jahre Wing Tsun in Hongkong bei dem Wing Tsun – Großmeister Ip Man gelernt. Er lernte die erste Form des WT und Chi-Sao. Als er nach Amerika ging beeindruckte er mit seinen WT - Kenntnissen die amerikanische Kampfkunstwelt und später auch die Filmindustrie. Er nannte sein amerikanisiertes WT Wing Chun und füllte seine Lücken mit Techniken aus Ringen, Karate, Taekwon-Do, Fechten und Boxen aus. Top-Karate-Persönlichkeiten wie Chuck Norris wurden seine Schüler.

In dem einzigen Buch (Chinese Kung-Fu), welches Bruce Lee selbst veröffentlichte, schrieb er: “Nun beschäftige ich mich schon lange mit Wing Chun, dem natürlichen System. Jetzt werde ich nicht mehr abgelenkt von meinem Gegner, von mir selbst oder von 'Kata- Bewegungen’. Ich habe die Technik des Gegners zu meiner gemacht. Ich muss eins werden mit dem Gegner und handle nach dem Wu-Wei-Prinzip (spontanes Handeln) entsprechend den Umständen und ohne mir vorher Bewegungsabläufe vorzunehmen. Keine Gedanken muss ich mehr verschwenden auf Meditation und Chi, Atem und Energie. Ich muss nicht länger herumexperimentieren. Alles funktioniert wie von selbst.“

Als Bruce Lee reich und berühmt war, reiste er zurück nach Hongkong und bot seinem Lehrer Ip Man eine gewaltige Summe für die Holzpuppenform des WT. Da Bruce Lee ihm jedoch nicht die gebührende Achtung entgegenbrachte lehnte er dies mit den Worten: “Ich werde dir eine letzte Lektion erteilen: Nicht alles kann man für Geld kaufen“ ab. So entwickelte er voller Ehrgeiz sein eigenes System und nannte es Jeet Kune Do. Er nannte es selbst eine Mischung von Wing Tsun, westlichem Boxen und Karate.

Viele Kampfkunst-Experten behaupten, sein Stil wäre mit ihm gestorben, da er seinen Schülern die Wurzeln seines Systems nicht zeigte. Hinzu kommt, dass er sein System für sich entwickelte und auf seine Stärken und körperlichen Voraussetzungen aufgebaut hatte.

 

Mein erster Gebrauch von Wing Tsun

Ich war mit einem Freund in einer Disco, und wir saßen an einen Tisch. Plötzlich kam ein betrunkener Jugendlicher, und pöbelte meinen Freund an, er solle sich verpissen, damit er sich an seinen Platz setzen könne. Mein Freund weigerte sich, und sagte er soll sich einen anderen Platz suchen. Dann wurde der betrunkene handgreiflich und schupste meinen Spetzl. Ich bin dann sofort dazwischen und hab meine Hände hoch genommen. Ich sagte zu ihm dass er uns in Ruhe lassen soll. Aber dann attackierte er mich und ich verteidigte mich mit meinem Zaun, und streckte ihn mit wenigen Schlägen zu Boden. Danach wurde der Angreifer von den Türstehern hinausgeworfen. Da mehrere Gäste bezeugen konnten, dass ich nicht angefangen hatte. Dank Wing Tsun konnte ich meinen Freund und mich selbst schützen.

 

Wing Tsun und mein Selbstbewusstsein

Durch das gute und lange Training wurde ich selbstbewusster, da man bei Wing Tsun lernt sich selbst zu schützen, und gesagt bekommt, wie man sich in unangenehmen Situationen zu verhalten hat. Um einen Streit oder sogar einer Schlägerei aus dem Weg zu gehen, ohne kämpfen zu müssen

Nun ist Wing Tsun sowas wie eine Lebensaufgabe geworden, da man sich immer verbessern und weiterentwickeln kann. Erwins Spruch: Wing Tsun ist leicht zu lernen aber schwer zu meistern.

 

An dieser Stelle möchte ich mich bedanken bei Sifu Erwin L. Kastl, Sihing Jochen Kopetzky und an allen anderen Schülern und Lehrern, die mit mir trainiert haben.   August 2014